SPD Neuburg a.d. Donau

Juni 2019 - Ralph Bartoschek

Liebe Freundinnen und Freunde der Neuburger SPD, wenn man in den letzten Tagen von Mitbürgern angesprochen wird, wendet sich die Unterhaltung in den allermeisten Fällen dann irgendwie auf unsere Stadtwerke.

Vor allem auf die Entscheidung des Stadtrats vom 28.05.19, 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betriebsbedingt zu kündigen. Für viele ist es dabei nicht nach zu vollziehen, warum es sich um Stellen des mittleren und unteren Lohnsektors handelt und nicht die zur Rechenschaft gezogen werden, die im oberen Verantwortungsbereich der Stadtwerke handeln. Als Mitglied des Werkausschusses seit 2016 und damit in die Entwicklungen von da ab involviert, möchte ich Euch hiermit meine Perspektive darauf erläutern. Ganz wichtig ist mir dabei, dass die SPD-Fraktion in der entscheidenden Stadtratssitzung erwirkt hat, dass im nächsten Schritt auch die Wirksamkeit und Effizienz der oberen Gehaltsgruppen bis hin zur Werkleitung untersucht werden. Dies ist im Sitzungsprotokoll festgehalten. Warum ich das ausdrücklich erwähne? Weil ich der Meinung bin und da schließe ich mich dem Großteil meiner Gesprächspartner der letzten Tage an, dass das Management der Stadtwerke und auch der Werkausschuss als Aufsichtsgremium in den letzten Jahren Fehler gemacht hat. Die Bäder und der Öffentliche Personennahverkehr wird in Neuburg immer ein Defizit aufwerfen und dass die Nahwärme, Gas, Wasser und Strom nicht hauptverantwortlich für die 60 Millionen Schulden sind, wissen wir mittlerweile alle. Dennoch wurden Fehler hausgemacht und zwar weil man zu schnell, zu viele Stellen geschaffen hat und dies wurde dann nicht zeitnah erkannt und entsprechend bearbeitet, so dass es zu der Größenordnung erst kommen konnte! Letztendlich wurde der Stadt Neuburg in den letzten Jahren zunehmend das Heft des Handelns übergeben und die politischen Gremien haben dies nicht rechtzeitig erkannt, anstatt die Verantwortung des operativen Geschäfts bei der gut dotierten Werkleitung zu belassen. Nun musste dieser erste schmerzliche Schritt getan werden. Er war wohl überlegt und im Detail gut abgewogen, jedoch hätte es insgesamt gesehen nicht so weit kommen müssen, wenn man die Forderungen der Werkleitung besser überprüft hätte oder früher hätte extern überprüfen lassen. Diese Maßnahmen sind nun sehr bitter. Allerdings werden wir und ich hoffe, dass ich da für den gesamten Werkausschuss sprechen darf, aus den Erfahrungen der letzten Jahre lernen und nun besser hinschauen, denn die Stadtwerke müssen unbedingt im Zugriffsbereich der Stadt Neuburg bleiben. Andererseits müssen wir unbedingt schlanker werden, um die jährlichen Zuschüsse der Stadt zu verringern.

Freundschaftliche Grüße, Ralph Bartoschek